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Die vielversprechendsten Startups der Welt – die IPIEC Global Finals 2018 in China

„Wer die Kräfteverhältnisse in der Wirtschaft der Zukunft verstehen will, der muss die erfolgreichen Startups der Gegenwart verstehen.” Dieser Gedanke treibt uns bei zeb an und daher intensivieren wir, wo immer möglich, den Austausch mit Gründern und innovativen Vordenkern – in unserem Heimatmarkt Deutschland genauso wie international. Und aus der gleichen Haltung heraus haben wir auch den weltgrößten Startup Wettbewerb IPIEC Global unterstützt.
Im Dezember 2018 fand das Finale der IPIEC Global in China statt – mit unserem Kollegen Gerold Muhr als einzigem nicht-asiatischen Jury-Mitglied. „Unsere Kompetenz in digitalen Technologien und unser Verständnis für Innovation wird hier in China sehr geschätzt“, sagte Muhr. „Daher haben uns die Organisatoren angefragt.“
Als Juror hatte Muhr die herausfordernde Aufgabe, die vielversprechendsten Startups aus mehr als 1.200 Teilnehmern auszuwählen. Nach einem mehrstufigen Auswahlprozess über Monate durften die besten zehn Wettbewerber bei einem letzten Pitch auf der gigantischen Bühne in der Kongresshalle eines Hotels in Guangzhou gegeneinander antreten und der siebenköpfigen Jury Rede und Antwort stehen. „Es war mir eine Ehre, zeb und unseren Partner Steinbeis hier in China zu repräsentieren. Der gegenseitige Wissenstransfer war eine Win-Win-Situation für alle!”

Unerwarteter Sieg: Novus
Bei den jeweils siebenminütigen Präsentationen stach ein Kandidat besonders heraus: Kenneth Lai aus Hong Kong, der sein Startup Novus vorstellte – ein Unternehmen, das sich auf die Diagnose und Behandlung von Knochenkrankheiten spezialisiert hat. Mittels Nanotechnologie und einer innovativen Diagnose-Software sollen sich Alterserkrankungen wie Osteoporose oder Arthritis schneller diagnostizieren und besser behandeln lassen. Novus hat dazu ein völlig neues synthetisches Knochenfüllmaterial entwickelt, das verspricht, besser verträglich und leichter zu injizieren zu sein. Das Urteil der Juroren: Novus hat nicht nur das Potenzial, die Zukunft des Medizin mitzugestalten, sondern ist auch ein Vorbild für andere Unternehmen der Healthcare-Branche.
Aus diesem Grund ging Kenneth Lai auch als Gewinner der IPIEC Global 2018 hervor: „Ich hätte nie damit gerechnet – umso glücklicher bin ich jetzt natürlich! Nicht nur wegen des Sieges, sondern weil die Teilnahme selbst so ein großer Gewinn war: die vielen neuen Kontakte zu Investoren und Partnern, die professionellen Coachings – das war das Beste, was unserem Unternehmen passieren konnte”, sagte der sichtlich überraschte Gründer.

Deutsches Startup OakLabs auf dem zweiten Platz
Auch der zweite Platz ging an ein Healthcare-Startup: OakLabs ist ein deutsches Unternehmen, das die Entwicklung und Erprobung von Medikamenten mithilfe von künstlicher Intelligenz verbessern will.
Aus zeb Sicht sind die beiden Bestplatzierten besonders interessant, denn digitale Innovationen und KI stellen auch zentrale Herausforderungen für viele unserer Healthcare-Kunden da. Umso interessanter waren die Erfahrungen der beiden deutschen Oaklabs-Gründer Michaela Schad und Jim Kallarackal: Das Interesse für innovative Ansätze wie die von OakLabs sei in China um ein Vielfaches höher als in Europa, so Schad: „Wir waren wirklich positiv von China überrascht: Die Offenheit für neue Technologien, und wie schnell hier innovative Produkte umgesetzt werden, hat uns beeindruckt.“
Dass der chinesische Markt besonders innovationsfreundlich sei, sagt auch Yan Sheng, Investment Manager und das langjähriger Startup-Mentor beim IPIEC Global: „China ist besonders wegen seiner enormen Größe ein spannendes Land für Gründer – hier gibt verschiedenste Märkte und Bedürfnisse abzudecken sowie eine natürliche Neugierde für Neuheiten.”

Zwei wichtige Erkenntnisse in Sachen Innovation
Bei einem traditionellen chinesischen Abendessen wurden die Gewinner von den Top 30-Teilnehmern, der Juroren und Organisatoren gefeiert. Dabei wurde die Besonderheit der IPIEC Globals deutlich: Von Konkurrenzverhalten konnte man den ganzen Tag über nichts spüren. Denn jeder der Teilnehmer hat Erfahrung, Wissen und auch Freunde gewonnen.
Unsere Erkenntnisse aus China: Zum einen die Bestätigung, wie stark der Healthcare-Sektor, in dem auch wir als Berater tätig sind, gegenwärtig von der Digitalisierung verändert wird. Hier geht es nicht um Zukunftsszenarien, die Disruption durch Startups findet jetzt statt. Und sie findet nicht unbedingt in den Märkten statt, die in der Vergangenheit die Innovationstreiber waren – das Beispiel Novus belegt es.
Zum anderen hat sich wieder einmal gezeigt, wie wichtig es ist, Innovation stets aus einer internationalen und zugleich lokalen Perspektive zu betrachten: Die Märkte wachsen immer stärker zusammen, zugleich aber gibt es immer noch nationale Besonderheiten – und nur wer die im Detail versteht, wird Erfolg haben.


Rückblick auf den Kongress Gesundheitswirtschaft managen in Münster

Am 24. Januar ist der 7. Kongress Gesundheitswirtschaft managen mit 200 Teilnehmern erfolgreich zu Ende gegangen. Bei dem etablierten Branchentreff standen in diesem Jahr erneut intensive Diskussionen, informative Vorträge und viel persönliches Networking im Vordergrund. Besondere Highlights der zweitägigen Veranstaltung, die durch die
St. Franziskus-Stiftung Münster, die Fachanwaltskanzlei für Medizinrecht Wigge sowie die Strategie- und Managementberatung zeb ausgerichtet wird, waren in diesem Jahr die Start-up-Session zu digitalen Innovationen im Gesundheitswesen sowie der Themenblock zu ethischen Aspekten der Krankenhausversorgung.

So führte der bekannte und renommierte Medizinethiker Prof. Dr. mult. Eckhard Nagel von der Universität Bayreuth am Beispiel der Widerspruchslösung zu Organentnahmen eindrucksvoll aus, welche tiefgehenden, kontroversen Diskussionen in den letzten Jahren für einen gesellschaftlichen Konsens in dieser Frage geführt werden mussten. Der ausgewiesene Kenner des estnischen Gesundheitswesens Silver Mikk hatte den Anwesenden zuvor einen Überblick über den Stand der Digitalisierung im Gesundheitswesen in Estland gegeben. Hier zeigte sich das Auditorium von den niedrigen Kosten für den Aufbau der notwendigen IT-Infrastruktur sowie den umfassenden Digitalisierungsanstrengungen der estnischen Regierung beeindruckt.

Ebenfalls große Beachtung fand der Themenblock zur aktuellen Krankenhauspolitik, in dem u. a. Dr. Alexander Geissler von der TU Berlin den Rahmen für das neue Gutachten zur Krankenhausplanung in NRW vortrug. Mit Ergebnissen wird hier Mitte bzw. Ende des Jahres zu rechnen sein. Im anschließenden Themenblock zu konkreten Aspekten des Krankenhausmanagements bezog der Vorsitzende Richter am Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen Michael Phieler deutlich Position. Seiner Meinung nach sind OPS-Komplexcodes in ihrer jetzigen rechtlichen Verankerung klar verfassungswidrig, da bisher keine hinreichende Rechtsgrundlage für sie besteht.

Der digitale Themenblock des Kongresses Gesundheitswirtschaft managen gab im Rahmen der Start-up-Session einen Einblick in völlig unterschiedliche Innovationen im Gesundheitswesen. Vorgestellt wurden Start-ups zur Aktiencodierung durch künstliche Intelligenz (MINDS-Medical), ein praxiserprobtes und erstaunlich gut eingeführtes digitales Entlassmanagement (Recare), erste Erfahrungen zum Einsatz von Augmented Reality im Operationssaal (apoQlar) sowie das Start-up Kinderheldin, das sich mit Telemedizin für Mütter erfolgreich am Markt etabliert hat und inzwischen Partner mehrerer Kliniken und Krankenkassen ist.

Der Kongress endete am Mittwochnachmittag mit dem Themenfokus Pflege. Dabei beschrieb u. a. Iris Meyenburg-Altwarg von der Medizinischen Hochschule Hannover unter dem Stichwort Pflegenotstand eindringlich, welche Herausforderungen zu meistern sind, wenn ausländische Pflegekräfte sinnvoll und langfristig in der Pflege in deutschen Krankenhäusern eingesetzt werden sollen. Zuvor hatte Dr. Frank Heimig, einer der renommiertesten Experten für das deutsche Klinikentgeltsystem, in seinem Vortrag klar und pointiert über die Ausgliederung der Pflege aus den DRGs referiert. Seiner Meinung nach gibt es keinen sachlichen Grund, die Pflege aus den DRGs herauszunehmen, wenn man sie besser vergüten möchte.

Am Ende des 7. Kongresses Gesundheitswirtschaft managen bedankten sich die Veranstalter Dr. Daisy Hünefeld, Dr. Christian Heitmann und Prof. Dr. Peter Wigge für die regen Diskussionen und intensiven Gespräche. Der nächste Kongress Gesundheitswirtschaft managen wird vom 22. bis 23. Januar 2020 im Mövenpick Hotel in Münster stattfinden.


Krankenhaus-Controlling-Studie 2018/19

Die Ergebnisse der Krankenhaus-Controlling-Studie werden auf dem 26. Deutschen Krankenhaus-Controller-Tag am 27. und 28. Juni in Köln vorgestellt. Die Studie wurde vom Deutschen Verband der Krankenhaus Controller e.V. (DVKC), der Bergische Universität Wuppertal und der Managementberatung zeb durchgeführt. Weitere Informationen zur Studie finden Sie HIER. Dort können Sie die Studie auch kostenfrei bestellen.


Projekt BIGi

Alte, zumeist multi-morbide Patientinnen und Patienten stellen an die ambulante und stationäre Gesundheitsversorgung besondere Anforderungen – z. B. bei kognitiven Beeinträchtigungen, mangelhaftem Ernährungsstatus oder eingeschränkter Mobilität. Oft mangelt es noch an Wissen und Übung im Umgang mit diesen alten Patienten vor allem bei der interdisziplinären und berufsgruppenübergreifenden Zusammenarbeit. Der Qualitätsverbund Geriatrie Nord-West-Deutschland ist mit seinen derzeit 70 Mitgliedseinrichtungen einer der größten Geriatrieverbünde in Deutschland. Unter der Leitung von St. Franziskus-Stiftung und zeb.healthcare und gefördert vom Landeszentrum Gesundheit NRW hat der Verbund vor rund drei Jahren eine interprofessionelle Bildungsinitiative in der Geriatrie (BIGi) auf den Weg gebracht: Mehr als 2.000 Personen haben an über 100 Kursen teilgenommen und über 300 Arbeitsgruppen haben getagt, um das Gelernte in konkrete Maßnahmen zum Wohle alter Patientinnen und Patienten umzusetzen. Ein kurzer Film fasst die beeindruckenden Ergebnisse zusammen, die auf einer Tagung am 7. November in Münster vorgestellt wurden. In den kommenden Wochen erscheint ein Tagungsband mit allen Vorträgen und einer Übersicht der erarbeiteten Maßnahmen. Weitere Informationen finden Sie hier oder kurz zusammengefasst hier.

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Rückblick Gesundheitswirtschaftskongress

In Hamburg ist der 14. Gesundheitswirtschaftskongress 2018 am 20. September zu Ende gegangen, der mit rund 880 Teilnehmern einen neuen Besucherrekord verzeichnen konnte. Auch zeb.health care war wie schon in den vergangenen Jahren vor Ort und diskutierte am Stand und auf dem Podium zu den aktuellen Themen unserer Branche.
Nach der Kongresseröffnung durch den Kongresspräsidenten Prof. Heinz Lohmann und Senator a. D. Ulf Fink folgte die Vorstellung des Avatars KIM, dem „Special Guest“ auf dem Gesundheitswirtschaftskongress. Dieser bringt „Digitalisierung zum Anfassen“ in den klinischen Alltag und kann in Zukunft die Patientenaufnahme unterstützen.
Neben der Digitalisierung stand vor allem das Thema Pflege im Mittelpunkt. Wie kann Pflege finanziert werden? Wie können die gesetzlichen Pflegepersonal-Untergrenzen eingehalten werden? Diese Fragen wurden kontrovers von Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Kliniken diskutiert und haben eines gezeigt: die pflegerische Versorgung von Patienten wird in den nächsten Jahren eine der ganz großen Herausforderungen für die deutsche Gesundheitswirtschaft. Eine Herausforderung für die heute noch keine Lösung gefunden ist.
Nach zwei Tagen mit spannenden Vorträgen und Diskussionen sowie interessanten Gesprächen über die aktuellen Management-Themen der Gesundheitswirtschaft, setzte die Gesprächsrunde mit Dr. Christian Heitmann zum Thema „Vorfahrt für den Fortschritt: Digitalisierung ohne Bremsklötze“ den Schlusspunkt des diesjährigen GWK 2018.
Auch im nächsten Jahr wird zeb.health care beim Gesundheitswirtschaftskongress in Hamburg vertreten sein und freut sich schon heute auf ein Wiedersehen mit Ihnen.