Forschungsprojekte

Gemeinsames Forschen für bessere Arbeitsbedingungen im Krankenhaus.

Als führende deutsche Managementberatung im Gesundheitswesen verfolgt zeb stets das Ziel innovative Lösungen für die Herausforderungen unserer Kunden zu entwickeln. Dazu hat zeb.health care in Kooperation mit der Steinbeis Hochschule Berlin eine Business School gegründet. Mit der zeb.business school an der Steinbeis Hochschule Berlin bietet zeb als einzige europäische Beratung eine Business School auf Universitätsniveau mit eigenem Promotions- und Forschungsprogramm.

Parallel zum Lehrbetrieb werden dort kontinuierlich Forschungs- und Entwicklungsprojekte in verschiedenen Bereichen durchgeführt. So tragen wir dazu bei, die Gesundheitsversorgung in Deutschland nachhaltig zu verbessern. Dabei legt zeb.health care einen besonderen Fokus auf Themen mit hoher Praxisrelevanz. Um diesen Anspruch umsetzen zu können, legt unsere Business School besonderen Wert auf ein partnerschaftliches Vorgehen mit unseren Kunden und Kooperationspartnern.

So bietet Ihnen zeb.health care in allen Schritten Ihrer Forschungsprojekte Unterstützung – von der Entwicklung förderfähiger Konzepte über die Antragsstellung, Entwicklung eines Projektvorgehens, Projektdurchführung, bis hin zur Auswertung und Publikation der Ergebnisse. Immer wieder ist zeb.health care auch direkt in Forschungsprojekte integriert und bringt seine fachliche Expertise mit ein, so zum Beispiel im Bereich Arbeits- und Organisationswissenschaft. Dieser Schwerpunkt ist uns wichtig, denn nur nachhaltige Analyse und Auswertung der Arbeitsabläufe und Netzwerkstrukturen ermöglicht die Nutzung der Erkenntnisse über das Projektende hinaus und stellt sicher, dass Ihre Forschungserfolge nachhaltig die Gesundheitsversorgung in Deutschland verbessern können. Dass zeb.health care mit seinen Forschungsthemen stets am Puls der Zeit liegt und wichtige Beiträge zur aktuellen wissenschaftlichen Debatte liefert, zeigt sich an den zahlreichen Publikationen, an denen wir in den letzten Jahren beteiligt waren oder die von uns initiiert wurden.

Durch die aktive Rolle in der Versorgungsforschung verfügt zeb.health care über weitreichendes Know-how und tiefgreifendes Verständnis des deutschen Gesundheitswesens. So finden wir für Ihre Fragen stets Antworten, die dem Markt voraus sind und Ihnen erlauben, Ihr Unternehmen auch in Zukunft erfolgreich zu führen und weiterzuentwickeln.

Einen Auszug aus Forschungsprojekten mit Beteiligung von zeb .health care finden Sie weiter unten und auf der Seite der zeb.business school. Bei Fragen steht Ihnen Professor Hasebrook, akademischer Leiter der zeb.business school, gerne zur Verfügung.

Facharzt PLUS

Lebensarbeitsperspektiven für Fachärzte.

Welche Maßnahmen sind geeignet, um Fachärztinnen und Fachärzte nach Abschluss ihrer fünf- bis sechsjährigen Weiterbildung für weitere fünf Jahre an ein Haus zu binden? Antworten darauf will das Projektteam von FacharztPlus, ein gemeinsames Projetk von zeb und dem Universitätsklinikum Münster (UKM), finden. Zentrale Themen sind eine an Lebensphasen orientierte, kompetenzbasierte Arbeitsorganisation sowie karrierebegleitende Zusatzqualifizierungen:

  • Flexiblere und individuellere Arbeitsorganisation für Lebensarbeitsperspektiven: Entwicklung von flexiblen, auch kurzfristig anpassbaren Dienstplänen zur Entlastung des ärztlichen Personals. Dafür müssen methodische und technische Hürden – z. B. durch Simulation von Personalszenarien und elektronische Tauschbörsen – überwunden werden. Eine auf den spezifischen Bedarf der Einsatzplanung in Universitätskliniken zugeschnittene Personalsoftware wird konzipiert.
  • Kompetenzbasierte Einsatzplanung zur Kombination von medizinischer Versorgung und ärztlicher Zusatzqualifizierung: Aufbau einer kompetenzbasierten Einsatzplanung mit Erfassung von Kompetenzgruppen und Kompetenzstufen. Dadurch werden vorhandene Kompetenzen optimal genutzt und Zusatzqualifizierung gezielter geplant.
  • Lebenslange Zusatzqualifizierung für attraktivere Karrieren: Attraktivere Gestaltung der Weiterbildung zum Facharzt sowie Entwicklung eines „Facharztcurriculums“ basierend auf selbstgesteuertem Lernen und praxisnahem Wissensmanagement.

Mit Unterstützung von zeb werden in diesem Projekt Vergleiche mit anderen Banchen gezogen und wirksame praxisnahe Lösungskonzepte entwickelt. Die in den Lösungen enthaltenen Maßnahmen, Methoden und Instrumente werden auf ihre Übertragbarkeit hin untersucht und eine Umsetzungsplanung für besonders Erfolg versprechende Maßnahmen erarbeitet. Diese werden in der Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie des Universitätsklinikums Münster (UKM) mit rund 160 Ärztinnen und Ärzten, darunter 60 mit Facharztqualifikation, umgesetzt. Bei positiven Wirkungen werden die Maßnahmen bei den Umsetzungspartnern (Universität Rostock, RWTH Aachen) und den weiteren 44 Kliniken des UKM mit seinen rund 8.000 Mitarbeitern übernommen sowie den 22 Lehrkrankenhäusern vorgestellt. Eine weitere Verwertung erfolgt in Fachverbänden, Kammern und auf Kongressen sowie im Rahmen wissenschaftlicher Publikationen. Die Entwicklung von Bildungs- und IT-Beratungsangeboten für Kliniken auf Basis der Projektergebnisse ist ein weiterer Baustein.


Interview

Der medhochzwei Verlag hat anlässlich des Hauptstadtkongresses 2014 ein Interview veröffentlicht: Dr. Christian Heitmann, Partner zeb, diskutiert mit Prof. Dr. Joachim Hasebrook, Leiter zeb.business school, und Prof. Dr. Klaus Hahnenkamp, Leitender Oberarzt der Universitätsklinik Münster, zum Projekt "FacharztPlus".
Das Video sehen Sie hier.

Land|Rettung

Rettung der Notfallversorgung auf dem Land

Das mit rund 5,4 Mio. Euro vom Innovationsfond geförderte Projekt „Land|Rettung“ zielt darauf ab, die Notfall-Versorgung in Landkreisen für die Zukunft zu wappnen. Wie auch in anderen Landkreisen wird im Landkreis Vorpommern-Greifswald aktuell rund ein Drittel der Fläche nicht innerhalb der gesetzlichen Hilfsfrist erreicht. Für neue Rettungsstellen zur Einhaltung der Hilfsfrist fehlen nicht nur die Mittel, sondern auch Ärzte, um die Stellen zu besetzen. Über die zeb.business school an der Steinbeis Hochschule hat zeb.health care für die Projektpartner den Antrag entwickelt und beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) eingereicht.
Die Neuausrichtung des Rettungswesens im Landkreis beruht auf einem Vier-Säulen-Konzept, um die Zeit bis zum Eintreffen der ersten Hilfe so kurz wie möglich zu halten und die gesetzlichen Fristen bis zum Eintreffen der Rettungsmittel einhalten zu können.
Das Projekt wird geleitet durch den Landkreis Vorpommern-Greifswald. Prof. Dr. Klaus Hahnenkamp, Direktor der Klinik für Anästhesiologie der Universitätsmedizin Greifswald, ist Initiator des Projekts und übernimmt die medizinische Evaluation des Projekts. Gesundheitswirtschaftlich wird „Land|Rettung“ durch den Lehrstuhl für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Gesundheitsmanagement an der Universität Greifswald begutachtet. Mit ihrer zeb.business school untersucht zeb.health care im Projekt die Veränderungen von Arbeitsstellen und Organisationsstrukturen, koordiniert die medizinische, wirtschaftliche, arbeits- und organisationswissenschaftliche Evaluation und stellt die Übertragbarkeit auf andere Landkreise sicher.

Weitere Infos zu diesem Projekt finden Sie auch auf der Seite des LK Vorpommern-Greifswald.

Bildungsinitiative in der Geriatrie

Interprofessionell die Behandlung verbessern.

Der Qualitätsverbund Geriatrie Nord-West-Deutschland mit seinen 45 Einrichtungen hat sich das Ziel gesetzt, die Versorgungssituation für geriatrische Patientinnen und Patienten nachhaltig zu verbessern. Wesentlich für eine solche Verbesserung sind – neben der Kompetenzsteigerung der Behandelnden – Veränderungen in den Häusern, die gemeinsam von allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern getragen werden.

Vor diesem Hintergrund startete der Qualitätsverbund Geriatrie im Oktober 2015 das Projekt „Interprofessionelle Bildungsinitiative in der Geriatrie“ (BIGi). Es richtet sich an alle Berufsgruppen, die in die Behandlung alter Patientinnen und Patienten einbezogen sind, insbesondere Pflegende, Ärzteschaft, Therapeuten-Teams sowie Verwaltung.

Kernziel des Projektes ist es, dass sich möglichst viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einer Einrichtung in geriatrischen Themen weiterbilden und das Gelernte in konkreten Maßnahmen zur Verbesserung der Behandlung alter Patientinnen und Patienten gemeinsam umsetzen.

Die wissenschaftliche Begleitung durch die In.IAK Akademie der zeb.business school stellt die Überprüfung der Bildungsmaßnahmen sicher. Diese erfolgt in mehreren Schritten:

  • Erhebung des Weiterbildungsbedarfs für die verschiedenen Berufsgruppen mittels Fragebogen.
  • Durchführung der Fortbildungen für die verschiedenen Berufsgruppen. Für eine inhaltliche Verbesserung erfolgt vorab und im Nachgang des Kurses eine Befragung der Teilnehmer.
  • Erarbeitung von konkreten Maßnahmen zur Verbesserung der Behandlung alter Patientinnen und Patienten durch eine berufsgruppenübergreifende „Konsensusgruppe“ in den beteiligten Häusern sowie anschließende Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen.
  • Schriftliche Befragung der Kursteilnehmer nach etwa 4-6 Monaten: Kann das Gelernte aus der Fortbildung umsetzt werden? Zeigen die Maßnahmen zur verbesserten Behandlung alter Patientinnen und Patienten in ihrem Arbeitsalltag Erfolg? Welche Hindernisse und Schwierigkeiten ergeben sich bei der Umsetzung?
  • Zusätzliche Befragung von Patienten und deren Angehörigen zur Erfassung eines „patientennahen Outcome“.